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 Fussballzeichnungen

Die Fussballzeichnungen zeigen die Bewegungen des Balls aus der Vogelperspektive im Verlauf eines Fussballspiels.

Die seit 1982 entstandenen Arbeiten sind im Kontext von Kunst und Fussball mehrfach ausgestellt worden.

Jede Grafik ist ein individuelles "Porträt" eines konkreten Spiels, beispielsweise des Endspiels der Fussball WM 86 Argentinien gegen Deutschland. Nach dem Prinzip einer Seismografie sind die Ballbewegungen simultan zum Spielverlauf mitgezeichnet. Einzelne Spielzüge, Ecken und Tore sind nachvollziehbar. Auch die Spielstrategie und Kräfteverhältnisse der Mannschaften sind ablesbar.

Dennoch bleiben die seriellen Zeichnungen bewusst künstlerisch-abstrakt. Es entstehen ästhetische Liniennetze gleicher Ausdehnung mit unterschiedlichen Verdichtungen an Stellen vermehrter Bewegungsenergie, die dem strengen Konzept von Zeit (90 Minuten) und Form (Spielfeld) unterworfen sind.

" ... Wie von Andreas Rossmann in der FAZ treffend bemerkt, wagt sich Susken Rosenthal, die einzige Frau in der Ausstellungsmannschaft, am weitesten auf das Feld der Abstraktion..."
(Barbara Foerster in der Zeitschrift Kunstforum International, über die Ausstellung "KunstFussball - FussballKunst" im Deutschen Sport- und Olympiamuseum, Köln, 2000)



Werkverzeichnis Fussballzeichnungen

1982   "Welle auf Welle", "Ohne Wenn und Aber" (2 gestische Fussballzeichnungen, DinA0, Bleistift, Buntstift)
1984   EM 1984 in Frankreich, Aufzeichnungen sämtlicher Spiele (Serie von 17 Bleistiftzeichnungen, DinA2)
1986/87   Argentinien:Deutschland, Endspiel, WM 1986
(Diptychon je 180x90cm, Gravur in Bitumenpappe auf Hartfaser)
2004   EURO 2004 Portugal, sämtliche Spiele
(31 Bleistiftzeichnungen, je DinA2)
2006   WM 2006/ Deutschland, 5760 Minuten, sämtliche Spiele
(70 Zeichnungen je DinA2)